Anmerkungen zum Outsourcing


. . . . . Outsourcing

Outsourcing setzt sich aus den Begriffen outside (außerhalb) und resourcing (Bezug von Ressourcen) zusammen. Dahinter verbirgt sich das immer weiter verbreitete Auslagern bestimmter Unternehmensbereiche. Sie werden an sogenannte externe Outsourcer vergeben. Die Outsourcer übernehmen für den auslagernden Betrieb beispielsweise Teile des Rechnungswesens wie die Buchführung oder die Lohn- und Gehaltsabrechnung, den Vertrieb oder gewisse Produktionsbereiche. Ziel des Outsourcing ist in erster Linie die Kostenreduzierung, u.a. durch Senkung der Personalkosten. Durch Outsourcing können Unternehmen von externem Know-how profitieren.
 

. . . . . Outsourcing-Bereiche

Es gibt kaum einen Unternehmensbereich, der nicht ausgelagert werden könnte. Dabei muß jedoch immer beachtet werden, daß die Zusammenarbeit und die Kommunikation mit dem Outsourcer reibungslos funktionieren. Folgende Outsourcing-Bereiche bieten sich insbesondere für mittelständische Unternehmen an:


. . . . . Outsourcing-Ziele

. . . . . Kostenersparnis
 

Für viele Unternehmen ist Kostenersparnis eines der wichtigsten Argumente für Outsourcing. Oft liegen die Preise der externen Dienstleister unter den internen Kosten des Unternehmens. In manchen Fällen betragen jene sogar nur 50 % der Unternehmenskosten.

Outsourcer können die absoluten Kosten des Unternehmens reduzieren, weil sie


Outsourcer kännen insbesondere im Personalbereich die Fixkosten eines Unternehmens senken. Tarifliche und gesetzliche Rahmenbedingungen machen es schwer, innerhalb des

Unternehmens den Personalstand der jeweiligen Absatzsituation anzupassen. Durch eine Auslagerung personalintensiver Bereiche wie des Rechnungswesens sind dessen Kosten bei Bedarf leichter zu reduzieren.

Die Zusammenarbeit mit Outsourcern kann ebenso kostenintensive Abteilungen wie die Konstruktionsabteilung oder das Qualitätswesen überflüssig machen.
 
 

. . . . . Strategische Entscheidung

Die Frage des Outsourcing ist für ein Unternehmen von einschneidender Bedeutung und muß von der Unternehmensleitung sorgfältig bedacht werden. Interne Erhebungen und Berechnungen helfen bei der Entscheidungsfindung. Auf jeden Fall sollte insbesondere in kleineren Unternehmen der Rat von Experten eingeholt werden. Außerdem ist es sinnvoll, bereits in dieser Phase mögliche Outsourcing-Partner zu kontaktieren und ihre Argumente zu hören.

. . . . . Qualität

Ein weiterer großer Vorteil des externen Dienstleisters liegt in seinem speziellen Know-how. Ein externes Unternehmen, das sich beispielsweise ganz auf den Vertrieb konzentriert, wird in diesem Bereich effizienter und oft auch besser arbeiten können als eine unternehmensinterne Abteilung, die verschiedenen Zwängen ausgesetzt ist. Diese sogenannte Lernkurvenposition weist den Outsourcer idealerweise als Spezialisten auf seinem Gebiet aus.
 
 

Tip: Es ist nicht ratsam, seine Kernkompetenz nach außen zu verlagern. Wenn ein Softwareproduzent seine Programme von externen Firmen schreiben läßt, spricht dies nicht für sein eigenes innovatives Potential.
 

. . . . . Make-or-buy-Analysen

Nutzschwellenanalyse
 

Make-or-buy-Analysen sind quantitative und qualitative Verfahren und Methoden zur Beurteilung des Outsourcing. Sie sind nicht auf jeden Bereich des Outsourcing anzuwenden, sondern werden in erster Linie bei Analysen im Produktumfeld eingesetzt.
 

Folgende Aspekte der Unternehmenspolitik sollten bei der Diskussion um ein mögliches Outsourcing beleuchtet werden:


. . . . . Kostengesichtspunkte

Wenn die strategische Diskussion zu einer Entscheidung für das Outsourcing geführt hat, müssen anschließend die Kosten im Mittelpunkt der Analyse stehen. Zunächst können diverse Angebote von Outsourcern miteinander verglichen werden, um den günstigsten Anbieter zu ermitteln.

Der folgende Schritt � der Vergleich mit den unternehmensinternen Kosten vor dem Outsourcing � ist problematischer. Dies liegt darin begründet, daß in vielen mittelständischen Unternehmen die Möglichkeiten zur Betrachtung der Prozeßkosten nicht vorhanden sind. Die Prozeßkostenrechnung aber gibt genauen Aufschluß über den Gemeinkostenzuschlag. Darunter fallen beispielsweise Kosten für Buchhaltung, Auftragsabwicklung und Einkauf. Wenn insbesondere dieser Gemeinkostenzuschlag nicht exakt ermittelt werden kann, muß er im Notfall geschätzt werden.

. . . . . Fristenaspekt

Neben der Strategie und den Kosten spielt auch die Fristigkeit der Betrachtung eine große Rolle. Das Unternehmen muß bedenken, ob die Entscheidung über das Outsourcing von kurzfristigen oder langfristigen Aspekten geleitet wird.
 

. . . . . Vor- und Nachteile

Die Entscheidung für oder gegen Outsourcing hängt von vielen Fragen ab, die sorgfältig abgewogen werden müssen (siehe Checkliste 1). Sie können überprüfen, ob ein bestimmter Bereich sich überhaupt für das Outsourcing eignet. Ist die Eignung erwiesen, sollten Sie eine generelle Entscheidung für oder gegen das Outsourcing emotionslos fällen (siehe Checkliste 2).

. . . . . Outsourcing

. . . . . Checkliste 1: Vor- und Nachteile des Outsourcing

. . . . . Vorteile des Outsourcing

Folgende Überlegungen sprechen für eine effekive Kostenreduzierung beim Outsourcing:


. . . . . Nachteile des Outsourcing
 

Folgende Überlegungen sollten hinsichtlich der Nachteile des Outsourcing angestellt werden:

Der Bereich, der nach außen vergeben werden soll, mag im Moment nicht von großer Bedeutung sein. Wenn sich aber die Kundenanforderungen weiter in die derzeit abzusehende Richtung entwickeln, kann dieser Bereich noch dringend gebraucht werden.
 

Folgende grundlegende Fragen sollten vor einer Entscheidung für oder gegen Outsourcing bedacht werden:


. . . . . Checkliste 2: Entscheidungshilfe Outsourcing
 

Checkliste Outsourcing Ja Nein
  • Ist der Nutzen für das Outsourcing des Teiles bzw. Bereiches etc. für jeden einfach zu erkennen?
   
  • Kann der Nutzen im Zweifel klar bewiesen werden?
   
  • Ist der Nutzen signifikant?
   
  • Ist das Outsourcing wirklich notwendig?
   
  • Welche Risiken entstehen durch das Outsourcing?
   
  • Kann die Qualität sichergestellt werden?
   
  • Ist das Outsourcing unter kurz- oder langfristigen Aspekten betrachtet worden?
   
  • Kann es künftige Änderungen in den Rahmenbedingungen geben, die dazu führen würden, daß das Outsourcing sinnvoll wäre?
   
  • Gibt es Erfahrungen mit dem Outsourcing des geplanten Bereiches/ Produktes?
   
  • Gibt es erste Ansätze, wer der Outsourcer sein könnte und wie dessen Leistungen aussehen würden?
   
  • Gibt es eine Planung für den Outsourcing-Prozeß?
   
  • Sind mit den Bereichen Marketing/ Vertrieb die Auswirkungen auf die Kunden diskutiert worden?
   
  • Stehen die gesamte Führungsebene sowie der bisherige Leiter des Bereiches hinter der Entscheidung?
   
  • Sind in weiteren Bereichen Outsourcing-Maßnahmen geplant?
   
  • Wurden alle Betroffenen bereits informiert? Gibt es Lösungen bzw. Antworten zu deren Bedenken und Sorgen?
   




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